Bestattungsvorsorge: eine Checkliste (und wo persönliche Nachrichten hingehören)
Bestattungsvorsorge heißt, Ihre Wünsche aufzuschreiben und sie auf Wunsch schon vorab zu regeln oder zu bezahlen, damit Ihre Familie in der schwersten Woche ihres Lebens nicht raten muss. Für den Anfang reicht ein Nachmittag. Diese Checkliste umfasst die Entscheidungen, die Unterlagen und den Teil, den die meisten Vorsorgepläne auslassen: was Sie den Menschen sagen möchten, die Sie lieben.
1. Die Grundlagen festlegen
- Erdbestattung, Feuerbestattung oder eine andere Form (etwa eine naturnahe Bestattung oder die Körperspende).
- Wo: Friedhof, Grabstelle, ein Ort zum Verstreuen der Asche oder ein Ort für die Urne.
- Art des Abschieds: Trauerfeier, Gedenkfeier, eine Feier, die das Leben würdigt, nur im engsten Familienkreis oder gar keine Feier.
- Religiöse oder kulturelle Traditionen, die Ihnen wichtig sind, und wer die Feier leiten soll.
- Texte, Musik, Fotos, Blumen oder Spenden statt Blumen.
- Kleidung, Schmuck oder Gegenstände, die mit Ihnen bestattet werden sollen.
- Alles, was Sie nicht möchten.
2. Aufschreiben und weitergeben
- Halten Sie Ihre Wünsche in einem Dokument fest. Viele Bestattungsunternehmen bieten kostenlose Vorsorgeformulare an; ein einfacher Brief tut es auch.
- Geben Sie Kopien an Ihre nächsten Angehörigen und an die Person, die Ihren Nachlass regeln soll. Bewahren Sie das einzige Exemplar nicht in einem Bankschließfach auf, das sich nicht schnell öffnen lässt.
- Vermerken Sie in Ihrem Testament, wo das Dokument liegt.
3. Die Unterlagen sammeln, die Ihre Familie braucht
- Vollständiger Name, Geburtsdatum und -ort sowie die Namen Ihrer Eltern (nötig für die Sterbeurkunde).
- Ausweis- und Versicherungsnummern, etwa Ihre Sozialversicherungsnummer.
- Entlassungspapiere aus dem Militärdienst, falls Sie gedient haben (in den USA können sie Anspruch auf Bestattungsleistungen für Veteranen begründen).
- Testament, Versicherungspolicen und einen eventuellen Bestattungsvorsorgevertrag.
- Eine kurze Lebensbeschreibung für die Traueranzeige oder den Nachruf: Ausbildung, Beruf, Familie, was Sie geliebt haben.
4. Wenn Sie mit einem Bestattungsunternehmen über Vorauszahlung sprechen
In den USA gibt Ihnen die Funeral Rule der Verbraucherschutzbehörde FTC das Recht auf eine aufgeschlüsselte Preisliste und darauf, nur die Leistungen zu wählen, die Sie möchten. Fragen Sie vor der Unterschrift unter einen Vorsorgevertrag:
- Was genau enthalten ist und was die Familie noch selbst zahlen muss.
- Wo das Geld angelegt wird (Treuhandkonto oder Versicherung) und was passiert, wenn das Bestattungsunternehmen schließt oder verkauft wird.
- Ob Sie kündigen und Ihr Geld zurückbekommen können und ob der Vertrag bei einem Umzug mitgeht.
- Ob die Preise festgeschrieben sind.
In den USA veröffentlichen gemeinnützige Organisationen wie die Funeral Consumers Alliance kostenlose Ratgeber zum Vergleich von Preisen und Vorsorgeverträgen.
5. Eine Liste der Menschen anlegen, die benachrichtigt werden sollen
Oft fällt es Familien schwer, alle zu erreichen: alte Freunde, frühere Kollegen, Vereine, Berufsverbände. Schreiben Sie eine Liste mit Kontaktdaten und vermerken Sie, wer persönlich angerufen werden soll und wer die Nachricht per E-Mail oder Gruppennachricht erhalten kann.
6. Festlegen, wer sich kümmert
Benennen Sie den Menschen, der die Bestattung regeln soll, und sagen Sie es ihm auch. Vielerorts lässt sich formell festlegen, wer über die Bestattung bestimmt; fragen Sie eine Anwaltskanzlei, ein Notariat oder ein Bestattungsunternehmen, was an Ihrem Wohnort gilt.
7. Den persönlichen Teil hinterlassen: Nachrichten an die Menschen, die Sie lieben
Eine Bestattungsvorsorge sagt Ihrer Familie, was zu tun ist. Sie sagt ihr nicht, was Sie empfunden haben. Diesen Schritt lassen die meisten Pläne aus, dabei schätzen Familien ihn oft am meisten. Denken Sie an:
- Einen kurzen Brief an jeden Menschen, der Ihnen am nächsten steht. Siehe Was in einen Abschiedsbrief gehört.
- Ein kurzes Video für die Menschen, die Ihr Gesicht am liebsten noch einmal sehen und Ihre Stimme hören würden. Siehe Videobotschaften.
- Ein paar Zeilen an den weiteren Kreis (Freunde, Kollegen, Mentoren), der es sonst nur aus zweiter Hand erfährt.
- Worte für die Trauerfeier, falls etwas vorgelesen werden soll.
Die Zustellung übernimmt Fond Farewell: Sie hinterlassen für jede Person einen Brief und auf Wunsch ein Video. Derselbe Mensch, der sich um die Bestattung kümmert, kann Ihre Vertrauensperson sein, und jede Nachricht wird 48 Stunden nach der Meldung Ihres Todes per E-Mail verschickt, sofern Sie nicht abbrechen. Bestattungsunternehmen und Vorsorgeberatungen dürfen die App gern an Familien weiterempfehlen; Einrichten und Ausprobieren sind kostenlos.
Checkliste zum Ausdrucken
- ☐ Erdbestattung / Feuerbestattung / andere Form entschieden
- ☐ Ort gewählt
- ☐ Art der Feier und Traditionen notiert
- ☐ Musik, Texte, Blumen oder Spenden notiert
- ☐ Wünsche aufgeschrieben und an Angehörige und die Person gegeben, die den Nachlass regelt
- ☐ Persönliche Angaben für die Sterbeurkunde gesammelt
- ☐ Testament, Versicherungen und eventuellen Vorsorgevertrag gefunden
- ☐ Preisliste und Vertragsbedingungen des Bestattungsunternehmens geprüft (bei Vorauszahlung)
- ☐ Liste der zu benachrichtigenden Menschen mit Kontaktdaten
- ☐ Verantwortliche Person gewählt und informiert
- ☐ Persönliche Nachrichten an die Menschen, die Sie lieben, geschrieben oder aufgenommen
- ☐ In diesem Jahr überprüft
Hinterlassen Sie Ihre eigenen Nachrichten mit Fond Farewell
Fond Farewell bewahrt einen Brief und ein Video für jeden Menschen auf, den Sie auswählen, und verschickt sie erst, wenn eine Vertrauensperson Ihren Tod meldet. Sie haben 48 Stunden zum Abbrechen.